Walter Helmut Fritz
Liebesgedichte
I
Windungen der Dunkelheit,
in denen der Zug
seine Fahrt verlangsamt.
Von der übermütigen Wärme
dieses Abends
ist dein Handgelenk.
Dein Lachen
(du öffnest das Fenster)
macht die Erde bewohnbar.
In der Ferne
zeigt sich die Stadt
- plötzliche Rivalität -
wie die Kette, die du trägst.
II
Weil du die Tage
zu Schiffen machst,
die ihre Richtung kennen.
Weil dein Körper
lachen kann.
Weil dein Schweigen
Stufen hat.
Weil ein Jahr
die Form deines Gesichts annimmt.
Weil ich durch dich verstehe,
daß es Anwesenheit gibt,
liebe ich dich.