Federn

Ich fischte dich
aus einer Pfütze
behutsam
und hielt dich lange
dem Licht entgegen
bis dein kleiner Körper
sich von allein
zur Sonne empor reckte

Du schmiegtest dich
an meine Seele
und ich verbarg dich tief
im Schatten meiner Hände

Sie kleben noch immer
vom Staub deiner Flügel,
wenn ich mir die Augen reibe
brennt es ein bisschen
und die Schachteln voll Federn
fangen langsam an zu stinken

Doch lass sie mir
nur noch ein wenig,
bis ich ihr mildes Verständnis
zu schmecken beginne